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Zuschauerraum der Bayerischen Staatsoper. Bild: Wilfried Hösl
Zuschauerraum der Bayerischen Staatsoper. Bild: Wilfried Hösl

Forderung: Wissenschaft statt Profilierung

Namhafte Künstler wie Christian Gerhaher fordern das Ende des Bayerischen Sonderwegs und das Ende des Kultur-Lockdowns in Sachsen.

 

Die Initiative AUFSTEHEN FÜR DIE KUNST fordert eine Abkehr vom Bayerischen Sonderweg der willkürlichen Absenkung auf 25% Saalbelegung, der hessischen starren Obergrenze von 250 Zuschauern unabhängig von der Saalgröße sowie eine Beendigung des seit Mitte November andauernden Komplett-Kulturlockdowns in Sachsen. 

Die mittlerweile zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Studien für moderne Theater, Opern- und Konzerthäuser seien eindeutig und übereinstimmend: bei hälftiger Belegung, Maskenpflicht und entsprechenden Belüftungssystemen ist das Risiko einer Virusübertragung im Publikumsbereich nahezu ausgeschlossen, wohlgemerkt noch vor 2G oder 2G +- Maßnahmen, die vor allem darüber hinausgehende Belegungen absichern sollen. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen endlich zur Kenntnis genommen werden.

Gegenläufige Studien existierten schlicht nicht, ansonsten hätten sie von der Bayerischen Staatsregierung sowohl bei der Kleinen Anfrage der Landtagsgrünen nach den wissenschaftlichen Grundlagen der Restriktionen im Kulturbereich vom April 2021, als auch bei unserem noch nicht entschiedenen Verfahren der Popularklage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof beigebracht werden können. Auch der Herbst 2021 hat keine derartigen Studien zu Tage gefördert.

In anderen Bundesländern mit vergleichbarer oder mittlerweile sogar höherer Inzidenzlage, z.B. Berlin oder Hamburg wurden die Säle durchgehend seit November 2021 voll mit 2G+ belegt. Auch Österreich öffnete Theater, Opern- und Konzerthäuser bei voller Belegung und entsprechenden zusätzlichen Maßnahmen, ebenso die Schweiz oder Frankreich.

Gerhaher und Kollegen sagen deutlich: "Politische Profilierungsversuche einzelner Landespolitiker wie in Bayern, Hessen und Sachsen zu Lasten der Kultur, entgegen der wissenschaftlichen Datenlage und im Unterschied zu wesentlich infektionsgefährdeteren Orten wie etwa Restaurants, lehnen wir entschieden ab. Auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof meldete hierzu für das Hauptsacheverfahren im Fall MünchenMusik seine Bedenken bezüglich Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes gegenüber der Gastronomie an, und erst kürzlich hat der Belgische Staatsrat die Kulturschliessungen für unverhältnismäßig erklärt und die Öffnungen landesweit verfügt." Die Initiatoren betonen: "Wir wollen auch nochmals auf die Definition Bayerns als Kulturstaat in der Verfassung hinweisen. Da ist es nicht ausreichend, dies nur in der Kabinettsvorlage zu postulieren, aber politisch komplett andere Rahmenbedingungen zu setzen und de facto einen Lockdown für große Teile der Kulturszene zu verhängen." Alle Initiatoren und Unterstützer sind zu finden unter https://www.aufstehenfuerdiekunst.de/#unterst%C3%BCtzer*innen

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