Dorothea Schupelius und Jelizaveta Vasiljeva. Foto: Maximilian Busch
Dorothea Schupelius und Jelizaveta Vasiljeva. Foto: Maximilian Busch

Fanny Mendelssohn Förderpreis 2022

Das Duo Schupelius und Vasiljeva gewinnt den Konzeptpreis für klassische Nachwuchsmusiker.

Der Fanny Mendelssohn Förderpreis 2022 geht an das Duo Dorothea Schupelius (Violine) und Jelizaveta Vasiljeva (Klavier). Die beiden Nachwuchsmusikerinnen überzeugten die hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dieter Rexroth am gestrigen Sonntag nicht nur mit ihrer musikalischen Virtuosität, sondern vor allem mit ihrem innovativen Konzept. Unter dem Titel „#Wunderkammer" begibt sich das Duo für Violine und Klavier auf eine Reise in die Musikgeschichte und lotet den Einfluss der Medien auf die Musik aus – vom Radio in den frühen Zwanzigern bis zum Live-Streaming. Als Konzeptpreis zeichnet der Fanny Mendelssohn Förderpreis nun bereits im achten Jahr Musiktalente im Alter von bis zu 25 Jahren für ihre musikalischen Visionen aus und ermöglicht ihnen die Aufnahme eines Debüt-Albums gänzlich nach den eigenen Vorstellungen. Ihr auf dem Gewinnerkonzept basierendes Debütalbum werden die Preisträgerinnen im Mai aufnehmen. Die Veröffentlichung ist für den Sommer geplant.

Um den Fanny Mendelssohn Förderpreis zu gewinnen, reicht es nicht, nur durch technische Virtuosität zu überzeugen. Im Mittelpunkt der Jury-Wertung steht das innovative musikalische Konzept, das die Grundlage für das Debüt-Album bildet, dessen Aufnahme zweckgebunden aus dem Preisgeld finanziert wird.

Dorothea Schupelius (Violine) und Jelizaveta Vasiljeva (Klavier) hatten sich bei der Jury-Präsentation für die achte Ausgabe des Fanny Mendelssohn Förderpreises mit ihrem Konzept „#Wunderkammer" gegen drei weitere Finalistinnen durchgesetzt. Neben der eindrucksvollen Präsentation im Wechsel von Musik und Wortbeiträgen überzeugte das Konzept des Duos für Violine und Klavier die Jury auf ganzer Linie. Auf ihrer Entdeckungstour in der Wunderkammer der Musik, haben die beiden Nachwuchsmusikerinnen Stücke ausgewählt, die eindrucksvoll den Einfluss der Medien auf die Musik zeigen. Dabei begeben sie sich auf eine Reise in die Musikgeschichte – von der Bedeutung des Radios für die Musik in den frühen Zwanzigern über die Filmmusik bis zum Internet und Live-Streaming in der Gegenwart. Mit Jonathan Hecks „World Wide Web – Fantasie für Violine und Klavier" bildet ein eigens zu dem Thema komponiertes Stück den krönenden Abschluss des innovativen Gewinner-Konzeptes: Es verwebt Töne und Klänge zu einer sphärischen Wunderkammer und erkundet so den Begegnungsraum von Digitalem und Musik.

Der renommierten sechsköpfigen Jury des Fanny Mendelssohn Förderpreises gehören unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dieter Rexroth außerdem Ursula Haselböck (Intendantin Festspiele MV), Martin Hoffmeister (Kultur- und Musikredakteur, mdr), Sarah Kesting (Artistic Director Schloss Elmau), Christina Khosrowi (Programmgestaltung Dresdner Frauenkirche) und Alexander Krichel (Pianist) an. Eine Bewerbung für den Preis ist nur nach einer vorherigen Empfehlung durch einen Musiker-Paten möglich. Im Fall des Duos Schopelius-Vasiljeva kam die Empfehlung von Klarinettistin Sabine Meyer.

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