Die Dresdner Philharmonie 2019. Bild: Björn Kadenbach
Die Dresdner Philharmonie 2019. Bild: Björn Kadenbach

Dresdens Gedenk-Konzert

Konzert zum Dresdner Gedenktag am 13. Februar mit Werken von Brahms und Hartmann.

Für Marek Janowski ist es Chefsache: das traditionell am 13. Februar stattfindende Konzert der Dresdner Philharmonie zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens 1945. In diesem Jahr dirigiert  er das Concerto funebre für Violine und Streichorchester von Karl Amadeus Hartmann und  Brahms‘ Dritte Sinfonie. Solist ist Noah Bendix-Balgley. Das Konzert wird von Sachsen Fernsehen  aufgezeichnet und am Abend des 13. Februar gesendet. Seit vielen Jahrzehnten gehört das Gedenkkonzert der Dresdner Philharmonie am 13. Februar fest  zur Erinnerungskultur der Stadt. Es erinnert an die Grausamkeit und Sinnlosigkeit jeder Gewalt  und mahnt, für Frieden einzustehen.

Auch in diesem Jahr stehen die Werke des Konzerts musikalisch in Bezug zum Anlass: Karl  Amadeus Hartmann komponierte sein Concerto funebre 1939 als Klage über die Schrecken des  Krieges und gab der Solovioline eine mahnende Stimme. Seine Musik hatten die Nazis verboten,  er zog sich in die innere Emigration zurück und schrieb für die Schublade. Erst nach dem Krieg  wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Die Dritte Sinfonie von Johannes Brahms ist zweifellos absolute Musik, der kein Programm  eingeschrieben ist. Mit ihren elegischen Passagen und dem ins Pianissimo entweichenden Dur  des letzten Satzes ist ihr dennoch ein Duktus eigen, der an diesem Tag zum Innehalten und  Reflektieren einlädt. Noah Bendix-Balgley ist Erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und als Solist  regelmäßig zu Gast bei anderen Orchestern, so aktuell u.a. beim Orchestre Symphonique de  Québec, dem Buffalo Philharmonic Orchestra und dem NHK Symphony Orchestra. 2016  komponierte Noah Bendix-Balgley sein eigenes Klezmer-Violinkonzert Fidl-Fantazye und brachte  es mit der Pittsburgh Symphony unter der Leitung von Manfred Honeck zur Uraufführung, ein  Stück, das er auch mit dem China Philharmonic Orchestra aufführte. Als Kammermusiker tritt Noah  Bendix-Balgley in mehreren festen Ensembles auf, darunter ein Trio mit dem Pianisten Robert  Levin und dem Cellisten Peter Wiley sowie das genreübergreifende Septett Philharmonix mit  Mitgliedern der Berliner und Wiener Philharmoniker, das gerade sein zweites Album bei Deutsche  Grammophon veröffentlicht hat.

Zur Übersicht
Anzeige

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren