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Logo des Deutschen Jazz Preises.
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Deutscher Jazz Preis

Auf ein Neues heißt es für den Deutschen Jazz Preis - nun auch mit Livepublikum.

Im vorigen Jahr mit einem Haupt-Event in Hamburg und Live-Schaltungen zu drei regionalen Spielorten (Berlin, Mannheim, München) gestartet, geht der Deutsche Jazzpreis am 27. April 2022 in Bremen in die zweite Runde, jetzt als hybride Präsenzveranstaltung mit Live-Publikum. Am Vorabend der Jazzmesse jazzahead! und in Kooperation mit dieser findet die Preisverleihung im Bremer Metropol-Theater statt, den Abschluss bildet ein Konzert mit vielen der Nominierten und Ausgezeichneten.

Der Deutsche Jazzpreis wurde von der damaligen Kulturstaatsministerin Monika Grütters als seriöserer „Nachfolger“ des in der Jazzszene stets umstrittenen und 2018 eingestellten „ECHO Jazz“ der deutschen Musikindustrie ins Leben gerufen. Neben Förderung und Anerkennung individueller künstlerischer Leistungen zielt er darauf ab, die Vielfalt des Jazz zu zeigen, ihn als Kunstform zu präsentieren und den Boden für eine größere Wahrnehmung des Genres in der Gesellschaft zu bereiten. Eine 25-köpfige und – wie die Initiative Musik als ausrichtende Instanz betont – diverse Fachjury aus allen Bereichen der Szene (Ausübende, Agenturen, Spielorte, Medien) kürt Preisträger und Preisträgerinnen in 31 Kategorien, darunter mehrere internationale – von den einzelnen Instrumenten über Album, Produktion, Debüt, Komposition, Club oder Festival des Jahres bis zu journalistischer Leistung.

Insgesamt eine Million Euro aus Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, stehen bereit, der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert, zweite und dritte Plätze gibt es nicht. Somit kommt knapp ein Drittel des Etats den Prämierten zugute, das Gros geht für Organisation, Promotion, Technik und so weiter drauf – zweifellos unabdingbare Posten, ihr Anteil am Gesamtvolumen aber wurde in der Szene schon mit Nachdruck diskutiert und bemängelt.

Das Ziel einer möglichst weiten Verbreitung des Jazz mithilfe des Preises jedenfalls konnte beim ersten Durchgang im (Corona-) Jahr 2021 nicht annähernd erreicht werden, die Streaming-Gemeinde war höchst überschaubar. Bleibt zu hoffen, dass er sich in „postpandemischen“ Zeiten zu einem attraktiven Live-Event mausert. Rabih Lahoud, Sänger der Band Masaa und Preisträger von 2021, ist diesmal Mitglied der Fachjury und optimistisch: „Der Deutsche Jazzpreis bietet eine große Chance, die Vielfalt und kreative Resilienz der Jazzlandschaft in Deutschland kraftvoll zu unterstützen.“

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