John Williams und die Berliner Philharmoniker. Bild: Stepan Rabold
John Williams und die Berliner Philharmoniker. Bild: Stepan Rabold

Deutsche Grammophon mit John Williams in Pop-Höhen

Das Album, das das deutsche Traditionslabel mit den Berliner Philharmonikern und John Williams produziert hat, ist ein Verkaufsschlager.

Nachträgliches Geburtstagsgeschenk für John Williams: Der berühmte Filmkomponist (u. a. „Star Wars“, „Jurassic Park“, „Indiana Jones“), der in dieser Woche 90 Jahre alt geworden ist, erobert erstmals in seiner Karriere die Spitze der Offiziellen Deutschen Album-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Auch für das 1898 gegründete Traditionslabel Deutsche Grammophon und die seit 1882 bestehenden Berliner Philharmoniker, mit denen gemeinsam „John Williams: The Berlin Concert“ entstand, ist es eine Nummer-eins-Premiere. Zudem führt zum ersten Mal seit Schillers „Opus“ vor achteinhalb Jahren wieder eine Klassik-Produktion die Top 100 an.

Die US-Metalband Korn, die noch bis Mitte der Woche vorne gelegen hatte, muss sich mit Silber begnügen. Trotzdem stellt „Requiem“ ihre zweithöchste Chartposition dar; nur „Untouchables“ aus dem Jahr 2002 performte besser. An dritter Stelle geht’s dank Saxon („Carpe Diem“) metallastig weiter, während die nächste Klassik-Produktion, Daniel Hopes zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester eingespieltes „America“, auf Rang zwölf debütiert. Dazwischen stehen u. a. die Neuzugänge Falco („The Sound Of Musik“, vier), Alexa Feser („Liebe 404“, sechs) und Black Country, New Road („Ants From Up There”, zehn).

Erheblich unspektakulärer präsentieren sich die Single-Charts, wo Gayle („abcdefu“) seelenruhig ihre fünfte Spitzenplatzierung einheimst. Das Podest ergänzen die Glass Animals („Heat Waves“) und Sido („Mit Dir“). Die höchsten Neueinsteiger heißen Capital Bra, MVNA & ART - und starten mit ihrer Kollabo-Nummer „Quit“ an 20. Stelle.

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