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Enthüllung der Büste von Kurt Weill im Foyer des Anhaltischen Theaters Dessau. v.l.: Thomas Markworth, Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft, Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach, Johannes Weigand, Intendant des Anhaltischen Theaters, Patricia Werner, Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Foto: Andreas Burkhardt
Enthüllung der Büste von Kurt Weill im Foyer des Anhaltischen Theaters Dessau. v.l.: Thomas Markworth, Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft, Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach, Johannes Weigand, Intendant des Anhaltischen Theaters, Patricia Werner, Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Foto: Andreas Burkhardt

Dessau widmet sich Kurt Weill

"Was sind Grenzen?", fragt das Kurt-Weill-Fest, dessen Namensgeber bereits im März 1933 vor den Nazis aus Deutschland floh.

Mit einem Reigen von zwölf Konzerten und Veranstaltungen wurde am Wochenende 28. Februar bis 1. März in Dessau-Rosslau (Sachsen-Anhalt) das 28. Kurt Weill Fest eröffnet. Bis 15. März stehen 53 Veranstaltungen in Dessau, Halle, Magdeburg und Wörlitz auf dem Programm. Festival-Intendant Jan Henric Bogen äußerte sich mit dem ersten Wochenende – bei fünf ausverkauften Konzerten – sehr zufrieden: „Das Publikum quittierte die ganze Bandbreite des Programms des Kurt Weill Festes mit viel Beifall. Meine persönlichen Höhepunkte waren die bewegend gesungenen Lieder Kurt Weills auf Texte des amerikanischen Dichters Walt Whitman durch Rolando Villazón und der unterhaltsame wie nachdenkliche jiddische Abend ‚Farges mikh nit‘ mit Barrie Kosky, Helene Schneiderman und Alma Sadé.“

Das Thema des Kurt Weill Festes „Was sind Grenzen?“ lade das Publikum zum Nachdenken ein. Es sei eine Herausforderung, Person und Werk Kurt Weills in neue Kontexte zu stellen, sagte Bogen.

Das Festival rechnet nach den Worten des Präsidenten der Kurt-Weill-Gesellschaft, Thomas Markworth, in diesem Jahr mit über 20.000 Besuchern. „Wir werden das Rekordjahr 2019 nicht erreichen, aber das Ergebnis von 2018 übertreffen.“

Zahlreiche Veranstaltungen, vor allem mit dem Artist in Residence, dem Chansonnier, Sänger und Schauspieler Vladimir Korneev, sind ausverkauft. Eine Möglichkeit, Korneev live zu erleben, gibt es noch am Samstag, 14. März, bei seinem Chanson-Abend „Románce“ in Dessau. Auch für die Premiere der Weill-Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am Samstag, 14. März im Theater Magdeburg – einer Kooperation des Theaters mit dem Kurt Weill Fest – sind noch Karten verfügbar. Ebenso für die Sinfoniekonzerte der Anhaltischen Philharmonie mit Werken klassischer amerikanischer Komponisten wie Leonard Bernstein, Samuel Barber und George Gershwin am 5. und 6. März und das Konzert des MDR-Sinfonieorchesters am Sonntag, 8. März im Anhaltischen Theater: Dabei spielt der Geiger Benjamin Schmid das Violinkomzert Kurt Weills.

Beim Festakt mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, wurde eine Büste des Festival-Namensgebers Kurt Weill enthüllt. Das ausschließlch durch Spenden finanzierte Kunstwerk erinnert im Anhaltischen Theater an den großen Sohn der Stadt, der am 2. März von 120 Jahren geboren wurde. Die 56 cm hohe Bronzebüste ist ein Werk der sächsischen Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach, die als freie Bildhauerin vor allem durch ihre Porträts bekannt wurde.

www.kurt-weill-fest.de

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