Jelizaveta Vasiljeva und Dorothea Schupelius. Bild: Oliver Mark
Jelizaveta Vasiljeva und Dorothea Schupelius. Bild: Oliver Mark

CD-Debüt mit Förderpreis

Album will Einfluss der Medien auf das kompositorische Schaffen ausloten.

Am 16. September 2022 veröffentlichen die Gewinnerinnen des Fanny Mendelssohn Förderpreises 2022, Dorothea Schupelius (Violine) und Jelizaveta Vasiljeva (Klavier), ihr Debüt-Album unter dem Titel #Wunderkammer. Grundlage des Debütalbums ist das innovative Gewinnerkonzept, mit dem die beiden Nachwuchsmusikerinnen Anfang des Jahres die Fachjury um Prof. Dr. Dieter Rexroth überzeugten. Mit „#Wunderkammer“ begibt sich das Duo für Violine und Klavier auf eine Reise in die Musikgeschichte und lotet den Einfluss der Medien auf die Musik aus – von der ersten Musikübertragung übers Radio bis zur digitalen Gegenwart mit Internet, Live-Streaming und Social Media. Die Aufnahmen der Werke von Kreisler, Ravel, Toch, Steiner, Korngold, Weill, Morricone und Heck wurden in der Hamburger Friedrich-Ebert-Halle fertig gestellt.

#Wunderkammer – bereits der Titel des Debütalbums des Duos Dorothea Schupelius (Violine) und Jelizaveta Vasiljeva (Klavier) verrät, dass hier Vergangenheit und Gegenwart in einen spannenden Kontrast gesetzt werden. Auf Entdeckungstour durch die Musikgeschichte haben die beiden Nachwuchsmusikerinnen für ihr Gewinnerkonzept Stücke ausgewählt, die eindrucksvoll den Einfluss der Medien auf die Musik zeigen und so ihre eigene musikalische Wunderkammer – ein Begriff, den Herrscher und Wissenschaftler in der Renaissance und im Barock für ihre Sammlungen aus allerlei Kunst und Kuriositäten verwendeten - erschaffen. So erinnert etwa das Andantino für Violine und Klavier von Fritz Kreisler an das Jahr 1923, in dem die Funk-Stunde AG zum ersten Mal Musik übertrug. Auch die Werke von Maurice Ravel, Ernst Troch und Kurt Weill loten die Bedeutung des Radios für die Musik aus. Um das Verhältnis von Musik und Film geht es bei den Stücken von Max Steiner, Erich Wolfgang Korngold und Ennio Morricone. Mit Jonathan Hecks „World Wide Web – Fantasie für Violine und Klavier“ leitet ein eigens komponiertes Stück die Rückkehr in die vom Internet geprägte Gegenwart ein. Der junge Komponist, Schauspieler und Violinist verwebt Töne und Klänge zu einer sphärischen Wunderkammer und erkundet so den Begegnungsraum von Digitalem und Musik. Das Album wird am 16. September beim Hamburger Label ES-DUR veröffentlicht und auf CD sowie im Streaming verfügbar sein.

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