Ulf Bästlein und Charles Spencer im Kreis der Preisträger, Organisatoren und Untestützer. Bild:
Ulf Bästlein und Charles Spencer im Kreis der Preisträger, Organisatoren und Untestützer. Bild:

Musikfestival Liedkunst mit Bästlein und Spencer

Die 21. Liedkunst im Schloss vor Husum findet vom 24. bis 30. Juli 2022 statt. An sieben Tagen geht es dabei um die Kunst des Liedes. In mehreren Konzerten treten ehemalige Preisträger, die diesjährigen Teilnehmer sowie die Initiatoren des Festivals (Ulf Bästlein und Charles Spencer) auf.

Tagsüber kann das Publikum wie in den Vorjahren bei der Arbeit in der Masterclass zuhören und erleben, wie junge Sängerinnen und Sänger sowie Pianistinnen und Pianisten Lieder erarbeiten. Einen Höhepunkt wird das Gesprächskonzert mit der amerikanischen Sopranistin Roberta Alexander am 28. Juli darstellen, die über ihr musikalisches Leben berichtet und mit jungen Künstlerinnen und Künstlern, Expertinnen und Experten sowie dem Publikum über das Thema: „Gibt es eine Krise des Kunstliedes?“ diskutiert. Die diesjährigen Preisträger werden im Abschlusskonzert mit Wettbewerb am Samstag, den 30. Juli 2022 (18.00 Uhr im Rittersaal des Schlosses) durch eine fachkundige Jury und das Publikum (Publikumspreis!) ermittelt. Das Konzept des Meisterkurses mit Preisvergabe hat sich als überaus erfolgreich erwiesen und weithin große Beachtung gefunden. Die bisherigen Preisträger konnten sich international einen Namen machen und haben so den Johann-Max-Böttcher-Lied-Preis, den Nordfriesischen Liedpreis und die Husumer Liedkunst weithin bekannt gemacht.

Im Eröffnungskonzert treten Ulf Bästlein, Charles Spencer sowie die Liedkunst-Preisträger Mikhail Timoshenko (Bariton) und Elitsa Desseva (Klavier) auf.  Dieses Duo gewann erste Preise beim Internationalen Kammermusikwettbewerb ''Franz Schubert und die Musik der Moderne'' in Graz, dem Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart und der''Wigmore Hall/Independant Opera Song Competition'' in London.

Eine neue Veranstaltung wird eingeführt: Das Zusatzkonzert am Donnerstag (28. Juli 2022, 19:00 Uhr), ist der Sopranistin Roberta Alexander gewidmet. Die Veranstaltung wird von den ehemaligen Preisträgern der Liedkunst Feride Büyükdenktaş und Mikhail Timoshenko, begleitet von Elitsa Desseva, musikalisch umrahmt.

Erstmals wird ein besonders erfolgreicher ehemaliger Liedkunst-Preisträger als Jury-Mitglied im Wettbewerb des Abschlusskonzertes mitwirken: der renommierte Bass-Bariton Thilo Dahlmann.

Im Jahr 2000 gründete Ulf Bästlein mit dem Pianisten Charles Spencer die  Liedkunst im Schloss vor Husum (Schleswig-Holstein). Im Rahmen dieses Liedfestivals (Zusammenarbeit mit der Landesregierung Schleswig-Holstein und der Stiftung Nordfriesland) finden jährlich Nachwuchsförderung auf hohem Niveau (Meisterkurs und Wettbewerb mit Preisverleihungen) und international wahrgenommene Konzerte statt. Es ist ein zentrales Anliegen der Liedkunst, junge Künstlerinnen und Künstler in ihrer Entwicklung fördernd zu begleiten, ihnen bei ihrem Start ins Berufsleben zu helfen und ihre Karrieren zu unterstützen. Das Festival will versuchen, Kontakte zu wichtigen Agenturen herzustellen, für Auftrittsmöglichkeiten zu sorgen und vergibt kleine Preisgelder. Die Nachwuchsförderung manifestiert sich auch in der Förderung besonders begabter Sängerinnen und Pianisteninnen durch Stipendien.

Aus dem Meisterkurs ist ein weithin beachtetes Festival geworden, das seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Profil Nordfrieslands und der schleswig-holsteinischen Westküste leistet.

Leiter und Gründer sind der international renommierte Sänger Ulf Bästlein und der Pianist Charles Spencer, einer der führenden Liedbegleiter unserer Zeit. Charles Spencer ist Professor für Liedgestaltung an der Musikuniversität Wien und zählt u. a. Jessy Norman, Christa Ludwig, Thomas Quasthoff, Gundula Janowitz, Thomas Hampson, Vesselina Kasarova und Elina Garança zu seinen musikalischen Partnern. Der Bassbariton Ulf Bästlein, in Husum aufgewachsen, lehrt als Professor für Gesang an der Musikuniversität Graz und der Musikhochschule Lübeck. Seit 2007 ist er maßgeblich an der inhaltlichen Entwicklung und organisatorischen Durchführung des bisher im deutschsprachigen Raum an Musikhochschulen ersten künstlerischen Doktoratsstudiums (artistic research) beteiligt.

Die beiden Künstler verbindet eine langjährige intensive musikalische sowie pädagogische Zusammenarbeit, die auch durch vielbeachtete CDs: Songs after Poems by Theodor Storm (Lieder verschiedener Komponisten, viele Weltersteinspielungen, erschienen beim Label Dabringhaus & Grimm) sowie Die innere Welt (Lieder von Anselm Hüttenbrenner, Weltersteinspielung, erschienen beim Label Gramola) dokumentiert ist. Im Sommer 2022 wird beim Label NAXOS eine weitere gemeinsame CD erscheinen: Weich küsst die Zweige der weiße Mond (Lieder von Erich Zeisl: wiederum mit vielen Weltersteinspielungen).

Im Herbst 2018 wurde Ulf Bästlein für seine langjährigen Verdienste um das kulturelle Leben in Nordfriesland die höchste Auszeichnung des Kreises Nordfriesland -- der Hans-Momsen-Preis -- verliehen. Das Preisgeld hat er für die Realisierung einer CD zur Verfügung gestellt, die Klaus Groth, Theodor Storm und Gustav Jenner gewidmet und im Frühling 2020 erschienen ist (mit Charles Spencer am Klavier). Durch diese CD mit dem Titel "Die Welt ist lauter Stille, nur mein Gedanke wacht sind" Gustav Jenners faszinierende Lied-Vertonungen von 17 Groth- und 22 Storm-Gedichten erstmals der Öffentlichkeit zugängig gemacht worden (Weltersteinspielungen). Die Jenner-Storm-Groth-CD wurde in drei Kategorien für den Opus-Klassik-Preis nominiert.

Der „bekennende Schleswig-Holsteiner“ Ulf Bästlein hat sich bei der Programmierung der Konzerte im Rahmen der Liedkunst stets darum bemüht, Bezüge zum kulturellen Erbe und einer möglichen ‚Zukunftsmusik‘ seiner Heimat herzustellen. Die Namen Theodor Storm, Friedrich Hebbel, Emanuel Geibel, Klaus Groth, Johann Heinrich Voß, Hardenack Otto Conrad Zinck, Gustav Jenner oder Hans Christian Détlefsen (u. a.) ziehen sich wie ein roter Faden durch die Programme der vergangenen 20 Jahre Liedkunst im Schloss vor Husum. 2021 erhielt Ulf Bästlein den Verdienstorden (die höchste Auszeichnung des Landes Schleswig-Holstein) für außerordentliche Verdienste um das kulturelle Leben in Schleswig-Holstein.

 

 

 

 

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