Szene aus die "Gefährliche Operette" in Gießen. Bild: Patrick Pfeiffer
Szene aus die "Gefährliche Operette" in Gießen. Bild: Patrick Pfeiffer

Auszeichnung des BR für die „Gefährliche Operette“ in Gießen

Die „Gefährliche Operette“ am Stadttheater Gießen wird mit dem BR-Klassik-„Frosch“ ausgezeichnet. Prämiert wird ein „quicklebendiges Theatererlebnis“ mit Aha-Effekt.

Komponist Gordon Kampe hat eine rasante und verspielte Revue geschaffen, die den Operetten der letzten 170 Jahre nachspürt und ihren Aberwitz in die Gegenwart überführt. Mit den Texten von Ann-Christine Mecke entsteht in Gießen eine Art Meta-Operette mit Show- und Schauwert, die alles bedient, was eine gute Operette auszeichnet und gleichzeitig ihre Stereotype in Frage stellt. Neben zwei Sänger:innen und einem Schauspieler sind auch acht Musiker:innen und der Dirigent Teil der Szene.

„Die Neuproduktion und Uraufführung von Gordon Kampes wirklich zeitgenössisch-aktueller Komposition in Elena Tzavaras und Sarah Ritters Inszenierung hat ein echtes Ausrufezeichen gesetzt“, findet das Team der Sendung Operetten-Boulevard auf BR-Klassik. Die Jury gratuliert „dem Stadttheater Gießen, dem Regieteam und allen Mitwirkenden zu großem Operettenmut“ sowie „zu einer guten Nase“ bei der „überragend guten Besetzung mit Mezzosopranistin Jana Marković und Bariton Tomi Wendt neben dem virtuosen Schauspieler Ben Janssen“.

Verblüffend sei, was der Komponist „aus Bruchstücken bekannter (Operetten)melodien macht, indem er mit Rhythmen und Tönen jongliert, und mit welcher Lust an Nonsense und Dada sich die drei Solisten und auch das Orchester samt GMD Andreas Schüller in das schräge Spiel hineinwerfen.“ Hervorgehoben werden außerdem die Textfassung von Ann-Christine Mecke sowie die musikalische Ausführung unter der Leitung von GMD Andreas Schüller, die „ebenfalls zu diesem außergewöhnlich gelungenen, anregenden und witzigen Abend“ beitragen.

Seit Beginn 2016 zeichnet die Jury der Redaktion Operette auf BR-KLASSIK herausragende Produktionen des Genres aus. Der BR-Klassik-Frosch soll zeigen: Es lohnt sich, Operette so zu präsentieren, dass ihre Subversivität, ihr Witz und Esprit zur Geltung kommen.

Mit dieser Auszeichnung stellt sich das Stadttheater Gießen in eine illustre Runde, die unter anderem die Volksoper Wien, die Staatsoperette Dresden, das Gärtnerplatztheater und die Geschwister Pfister aufweist. Insgesamt bekommt das Stadttheater Gießen den Preis bereits zum dritten Mal. Frösche gab es zuvor für die Operetten „Häuptling Abendwind“ (2016) und „Ein Herbstmanöver“ (2017).

Zum nächsten Mal ist die „Gefährliche Operette“ am 28. Oktober und am 5. November zu erleben, jeweils um 19.30 Uhr im Großen Haus.

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