Ida Nielsen & The Funkbots. Bild: Jazz Ascona/Gioele Pozzi
Ida Nielsen & The Funkbots. Bild: Jazz Ascona/Gioele Pozzi

Ascona feiert New Orleans

Die 38. Ausgabe von JazzAscona stand im Zeichen der Gemeindepartnerschaft mit New Orleans.

Nach zehn intensiven Tagen voller Musik und Veranstaltungen erreichte das Festival seinen Höhepunkt. Tausende von Menschen strömten herbei, um die Jazz-Ikone Dee Dee Bridgewater und die Funk-Queen Ida Nielsen, die vielbejubelten Stars des letzten Konzerttages, zu bewundern.

Festivalpräsident Guido Casparis zeigte sich nach den Konzerten sehr zufrieden. «Es waren zehn intensive Tage voller Musik, Kultur und Feiern. Diese Sister-Cities-Ausgabe wird vor allem wegen der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Ascona und New Orleans und dem viertägigen Besuch von Bürgermeisterin LaToya Cantrell in Erinnerung bleiben. Seit Ende der 1980er Jahre ist es nicht mehr vorgekommen, dass uns ein Stadtoberhaupt von New Orleans besucht hat. Diese Beziehungen sind sehr wichtig, denn sie stärken die historischen Bindungen und die Berufung eines Festivals, das fest in New Orleans verankert ist, und wir können in den kommenden Jahren wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Entwicklungen erwarten. JazzAscona ist ein Schaufenster für die Musik und die Kultur von New Orleans in Europa: Die Tatsache, dass das Festival die Bürgermeisterin und die kulturellen Einrichtungen von New Orleans so positiv beeindruckt hat, ist ein gutes Zeichen für die Zukunft.»

Die Ausgabe 2022 war ein großer Publikumserfolg. Es gibt keine offiziellen Zahlen, da bei JazzAscona der Eintritt frei ist, aber die Besucherzahlen waren anhaltend gut, mit Tausenden von Zuschauerinnen und Zuschauern an den Abenden mit schönem Wetter – besonders an den beiden Samstagabenden.

Die neue Formel, mit freiem Eintritt und Musik im gesamten Dorfkern, hat das Publikum begeistert. Das zeigten die Sympathiebekundungen, die Veranstalter erhielten, die vielen positiven Kommentare in den sozialen Netzwerken und die entspannte Atmosphäre, die an allen Abenden herrschte.

Musikalisch gesehen war diese Ausgabe von einigen Konzerten und Gruppen geprägt. Man könnte zum Beispiel Scott Kinseys grossartige Hommage an Joe Zawinul nennen, die beiden Konzerte des New Orleans Jazz Orchestra, das Konzert von The Dead South oder die Auftritte von Erica Falls erwähnen, aber es war das gesamte Angebot – mit einer starken Einbindung von einheimischen Musikschaffenden, der Bildung von Sister-Cities-Bands mit Musikerinnen und Musikern aus der Schweiz, Europa und Amerika, der Teilnahme zahlreicher jungen Kunstschaffenden und einer interessanten Mischung von Musikgenres – das überzeugte. Fazit: Ascona hat sich als interessanter Ort der Begegnung und des Austauschs für Musikschaffende profiliert und einen umfassenden Einblick in die Musik und Kultur des heutigen New Orleans ermöglicht.

Der Termin für das nächste Jahr steht schon fest: Die 39. Ausgabe von JazzAscona wird vom 22. Juni bis am 1. Juli 2023 stattfinden.

Zur Übersicht
Anzeige

FonoForum-Newsletter

Mehr frische Infos und Angebote finden Sie im FonoForum-Newsletter.

Jetzt registrieren