Danae Papamattheou-Matschke (Foto: Dimitris Chantzaras)
Danae Papamattheou-Matschke (Foto: Dimitris Chantzaras)

5 Fragen – 5 Antworten: Danae Papamattheou-Matschke

Die Violinistin Danae Papamattheou-Matschke (*1988) stammt aus Athen und nahm mit 13 Jahren ihr Studium in Weimar auf, das sie in Salzburg und Hamburg fortsetzte.

1. Ein Stück, das Ihnen viel bedeutet, das aber viel zu wenig bekannt ist: Ich hatte das Glück, mich während meines letzten Studienabschnitts in Hamburg mit der musikalischen Sprache von Bohuslaw Martinu und Bela Bartók auseinanderzusetzen. Deren Violinsonaten habe ich unglaublich gerne gespielt und suche bis heute „mutige“ Konzertveranstalter, die bereit sind, diese Werke ins Programm aufzunehmen. Meistens heißt es dann nämlich:
„... dann doch lieber die Franck-Sonate“.

2. Ein Stück, das alle/die meisten anders spielen als Sie: Alle! Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Es wäre doch eine viel zu triste Musiklandschaft, wenn man sein Spiel andauernd mit dem von Kollegen vergleichen müsste. Jeder sollte seinen Weg finden, um das auszudrücken, was und wie er/sie möchte.

3. Ein Stück, das Sie nie wieder spielen wollen (aber früher spielen mussten): In meiner Studienzeit habe ich zu diversen Anlässen wie zum Beispiel Hochzeiten zum Dazuverdienen Pachelbels Kanon in verschiedenen Besetzungen gespielt. Man kann zwar nichts ausschließen, aber nach Möglichkeit würde ich diesem Stück in Zukunft gerne aus dem Weg gehen ...

4. Das letzte Musikerlebnis, das Sie umgehauen hat (als Interpret oder als Zuhörer): Als Lehrende an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg habe ich immer wieder Gelegenheit, faszinierende Darbietungen junger ambitionierter Musiker zu hören, die immer wieder Freude und Hoffnung machen.

5. Ein Stück, das Sie nie verstanden haben: Dass ich ein Stück „nie verstehen werde“, habe ich schon des Öfteren bei anfänglicher Auseinandersetzung mit diversen Kompositionen gesagt … jedoch hat sich herausgestellt, dass, wenn man den Willen aufbringt, etwas zu erlernen und sich dem gegenüber nicht verschließt, immer ein Weg zum besseren Verständnis eines Werkes gefunden werden kann.

Frisch erschienen:
Das Album „Bridges“ mit ihrem Vater Uwe Matschke am Klavier vereint Werke für Violine und Klavier von vier griechischen und griechisch-stämmigen Komponisten (BIS).

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