Sony startet Musik-Streaming-Dienst

Mit „Music Unlimited powered by Qriocity“ – welch ein Wortungetüm – tritt Sony gegen Apples iTunes-Store an. Allerdings handelt es sich nicht um einen Download-Shop, sondern um ein Streaming-Abo. Für vier Euro im Monat kann man den Basisdienst nutzen: Dabei hat man die Wahl zwischen diversen Genres, Stimmungen oder Jahrzehnten. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Musik vom eigenen Rechner hochzuladen, um sie jederzeit auf allen registrierten Geräten verfügbar zu haben. Im Prinzip kann man von beliebig vielen Geräten auf das eigene Qriocity-Konto zugreifen, aber man darf die Zugangsdaten nicht weitergeben. Anhand der eigenen Bibliothek und anhand der gespielten Musik – man kann auch einzelne Titel abwählen – stellt Sony personalisierte Kanäle zusammen. Das Konzept entspricht in etwa dem des – kostenlosen –  Last.fm-Dienstes. Premium-Kunden können für zehn Euro im Monat auf beliebige Songs gezielt zugreifen, können Playlists zusammenstellen und haben Zugang zu so genannten Premium-Kanälen mit den Top-100 aus den einzelnen Genres. Als Schnupperangebot kann man nach Registrierung den Premium-Dienst 30 Tage kostenlos testen. Aber auch ohne Anmeldung können Sie schon mal reinschnuppern – dann werden die Songs allerdings nur angespielt. Im Gegensatz zu iTunes oder Microsofts „Zune“ braucht man bei Sony keine spezielle Software zu installieren, um den Dienst zu nutzen. Ausgewählt und wiedergegeben wird direkt im Browser-Fenster, wobei Sony den Flash-Player nutzt. Voraussetzung ist ein PC oder Mac oder ein kompatibler Sony-Fernseher, Blu-ray-Player, Playstation, etc. iPhone und iPad bleiben mangels Flash-Unterstützung außen vor, aber auch andere Smartphones oder MP3-Player werden derzeit nicht unterstützt. Für die Zukunft stellt Sony aber eine Einbindung der hauseigenen Walkmänner sowie Android-basierter Smartphones in Aussicht. Derzeit sollen sechs Millionen Songs von allen vier Majors und von vielen Independents zur Verfügung stehen. Als Tonformat setzt Sony AAC+ mit mageren 48 kbit/s ein – schließt aber nicht aus, künftig verschiedene Formate zur Wahl zu stellen. Das Qriocity-Abo kann monatlich gekündigt werden.

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