Morgens UKW, abends Webradio

Die Zahl der Webradio-Anbieter in Deutschland ist im Laufe des letzten Jahres um 40 Prozent auf nunmehr 2700 gestiegen. Das geht aus dem soeben veröffentlichten „Webradio-Monitor“ hervor. 81 % dieser Webradios sind reine Online-Angebote, 13 % senden parallel über UKW und die restlichen 6 % sind Online-Spartensender etablierter UKW-Anbieter. Während UKW-Radio ganz überwiegend am Morgen gehört wird, steigt die Webradio-Nutzung in den frühen Abendstunden rapide an. Im bevorzugten Musikformat unterscheiden sich UKW- und Webradio gar nicht so sehr: Hier wie dort herrscht das sattsam bekannte „Adult Contemporary“ vor – bei den UKW-Stationen sind es 48 %, bei den Online-Only-Radios 40 %. Das zweithäufigste Genre sind dort die Oldies. Mit den musikalischen Nischen ist es im Webradio also auch nicht weit her – lediglich Rock und Dance sind online deutlich stärker vertreten (siehe Grafik – „CHR“ steht für „Contemporary Hit Radio“). Durchschnittlich 6500 Zugriffe täglich verzeichnen die Internet-only-Radios in Deutschland. Ebenso überschaubar sind die Werbeeinnahmen: 8,8 Mio. Euro pro Jahr für alle Webradios zusammen. Wichtigste Werbeform ist nach wie vor die Display-Werbung – obwohl die ja bei zunehmend mobiler Nutzung kaum noch beim Hörer ankommt. Immer mehr Webradio-Stationen bieten spezielle Apps an, damit man sie auf Tastendruck aufs iPhone holen kann. Stationäre WLAN-Webradio-Empfänger stehen derzeit knapp zwei Mio. Stück in deutschen Haushalten.

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