(Bild: U. Schwer)
(Bild: U. Schwer)

„die Anlage spielt auf einem Niveau, das ich nicht für möglich gehalten hätte“

Leseranlage – ELAC, Marantz, Nubert, SVS, u.a.

„Es gäbe so viel über Irrungen und Wirrungen zu erzählen die ich über die Jahre mit HiFi-Geräte und Raumakustik gesammelt habe, dass ich Mühe habe, mich kurz zu fassen. Begonnen hat meine Begeisterung in jungen Jahren mit einem Nordmende Kofferradio und einem ITT Kassettendeck. Das ist allerdings Schnee von gestern und ich versuche das Hier und Heute zu beschreiben.

Das wichtigste am ganzen Setup ist meines Erachtens zu Wissen und zu Verstehen, wie sich der betroffene Hörraum bzw. dessen Akustik auf das Klanggeschehen auswirkt. Der teuerste Gerätepark kann hier keine Abhilfe schaffen, wenn man bei der Raumakustik nicht konsequent vorgeht. Deshalb habe ich zunächst die korrekte Position der Boxen im Raum ermittelt. Als ideal erwies sich eine freie Aufstellung und das Einwinkeln der Boxen, so weit, bis sich die akustische Achse vor dem Gesicht kreuzt. Zwischen Boxen und dem Hörplatz habe ich wattierte Decken gelegt, die positiven Einfluss auf Nachhallzeiten und Verhinderung von frühen Reflexionen haben. Durch diese Maßnahmen hat sich das Klangbild komplett von den Boxen gelöst und sich drastisch in die Tiefe erweitert. Das Klangbild baut sich jetzt hinter der Boxengrundlinie auf und "schwebt" quasi in dem freien Raum dahinter.

Aus meinem Gerätepark möchte ich an dieser Stelle besonders die Vorstufe nuControl hervorheben. Diese verwaltet nicht nur die angeschlossenen Geräte, sondern hat ein ausgefuchstes DSP-Klangmanagement an Bord, das mir dabei geholfen hat, viele vom Raum vorgegebene Problemfelder (insbesondere Raummoden) zu beheben.

Nachdem ich die Moden im Raum mittels Messmikrofon lokalisiert hatte, konnte ich anhand des nuControl gezielt mit den parametrischen Equalizer-Bändern mehrere ausgeprägte Frequenzhöcker begradigen. Welch ein Segen. Dröhnende Frequenzen und Überlagerungen sind am Hörplatz verschwunden und die musikalische Darbietung gewann enorm an Durchsichtigkeit.

Eine Besonderheit der ELAC ist der 360 Grad abstrahlenden Hochtöner. Hier hat sich die Einstellung der Übernahmefrequenz bei 16 kHz bewährt. Das ist sozusagen die Sahne auf den Hochtonbereich. Feinste Informationen in diesem Frequenzbereich werden wunderbar aufgedröselt und geben z.B. Becken eine absolut realistische Aura. Nicht zu verachten ist auch die dadurch gewonnene Ausdehnung des musikalischen Geschehens in der Tiefe.

In der Folge kam der Wunsch nach einem substanzielleren Bass auf, den meine beiden ELAC so nicht liefern können. Mit dem geschlossenen SVS SB-3000 habe ich den passenden Subwoofer gefunden. Ein paralleler Betrieb von Hauptlautsprecher und Woofer konnte mich nicht zufrieden stellen. Deshalb habe ich mich zu einer radikalen Maßnahme entschlossen und die Hauptlautsprecher bei 80 Hz über die nuControl von der Bass-Arbeit entbunden und dem Woofer die alleinige Tieftonverantwortung zugewiesen. Danach noch Phase und Gruppenlaufzeit über die Delay-Funktion der Vorstufe eingestellt und was soll ich sagen, die Anlage spielt auf einem Niveau, das ich nicht für möglich gehalten hätte (ähnliche Erfahrungen werden auch im Test der GOTHAM in stereo 01/2022 beschrieben). Alles da, von den tiefsten hör- und spürbaren Bässe bis zu den höchsten silbern glänzenden Höhen. Jetzt ist es perfekt.

Nur zur Ergänzung. Ja, ich habe Kabel. Ja, auch der Strom wird fürsorglich behandelt. Ja, die sorgfältig ausgewählten Geräte stehen in einem Rack. Ja, ja, ja, ..... aber das alles wären separate Beschreibungen wert. Ich wollte mich kurz fassen und mich auf die wichtigsten Komponenten im Anlagensetup beschränken. Raum und Boxen. Hier kann man viel "verhunzen" oder "segensreiches" erreichen.

Das hätte ich fast vergessen: Mein Tuningtipp. Wenn Sie Ihren Streamer mit dem Router verkabeln, unbedingt den erwähnten (Audioswitch) Silent Angel Bonn N8 zwischenschalten und ausprobieren. Wer's nicht versucht ...! Die Kombination VOLUMIO PRIMO, plus Qobuz-Abo, plus Silent Angel Bonn N8 ist eine absolut bezahlbare Traumkombination. In dieser Zusammensetzung haben weder mein CD-Player noch Plattenspieler auch nur den Hauch einer Chance."

Komponenten:

  • Raum: Ca. 28 m2 (steht ausschließlich für das Hobby zur Verfügung)
  • Boxen: ELAC FS 609 X-PI
  • Subwoofer: SVS SB-3000 (geschlossen)
  • Vorstufe: Nubert nuControl
  • Endstufe: Nubert nuPower d
  • Streamer: VOLUMIO PRIMO
  • CD-Player: DestinY HD-26
  • Plattenspieler: Marantz TT-15S1
  • Phonovorstufe: AQVOX PHONO 2 CI MKII
  • DAC: AQVOX USB 2 D/A MKII (dient nur noch als Kopfhörerverstärker)
  • Netzleiste: DestinY LB-6600
  • Switch: Thunder Data - Silent Angel Bonn N8 - HighEnd 8 Ports Gb Ethernet Switch

Hinweis: Text und Bild wurden uns freundlicherweise durch U. Schwer zur Verfügung gestellt und hier veröffentlicht. Die Inhalte repräsentieren in keiner Weise die Meinung der Redaktion STEREO.

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