Ken Ishiwata vor den nach ihm benannten Marantz-Komponenten (Bild: STEREO)
Ken Ishiwata vor den nach ihm benannten Marantz-Komponenten (Bild: STEREO)

40 Jahre im Dienste von Marantz

Ken Ishiwata gestorben

Mit Bestürzung und Trauer hat STEREO vom Tod des gebürtigen Japaners und Marantz-„Markenbotschafters“ Ken Ishiwata erfahren.

Der Mann, der den Audio-Sektor wie kaum ein zweiter gekannt und geprägt hat, verstarb bereits letzte Woche offenbar an einer Autoimmunkrankheit. Zuletzt trafen wir Ishiwata Anfang September während der „Süddeutschen HiFi-Tage“ in Stuttgart, wo er es sich nicht nehmen ließ, noch selbst vorzuführen und dabei den Zuhörern sowohl seine Idee vom guten Klang wie Highlights aus seinem Musikrepertoire zu vermitteln. Das tat der Mann, der mit seinen bunten Sakkos allerorten Akzente setzte, rund um den Globus. Die Vermittlung des HiFi-Gedankens war ihm ein Anliegen. Seine Laufbahn begann, als Ishiwata als junger Student über die Marantz-Anlage des Vaters eines Kommilitonen Julie London hörte. Ein audiophil-erotisches Erlebnis, von dem er gerne berichtete und das seine audiophile Initialzündung bedeutete. Ishiwata arbeitete noch mit dem legendären Saul Marantz zusammen und hielt dem Unternehmen über vier Jahrzehnte die Treue. Unvergessen sind seine "KI"-Modifikationen normaler Marantz-Produkte wie auch umfängliche Entwicklungen wie etwa das "Ruby"-Set aus SACD-Spieler und Vollverstärker anlässlich seines 40. Marantz-Jubiläums Ende 2018. Ken Ishiwata, der einen zeitlosen Anspruch vertrat und um sein Alter stets ein Geheimnis machte, wurde 72 Jahre alt. Wir vermissen ihn jetzt schon.

Matthias Böde

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