Ein Blick über die prall gefüllte Veranstaltungshalle des Gerry Weber Stadions.
Ein Blick über die prall gefüllte Veranstaltungshalle des Gerry Weber Stadions.

Ein Blues-Feuerwerk in der Provinz

Von wegen, in Ostwestfalen ist nix los. Bereits zum 15. Mal fand das B&W Rhythm & Blues Festival in Halle/Westfalen statt. Knapp 1500 Besucher ließen sich musikalisch verwöhnen.
Den Auftakt gaben Jane Lee Hooker, eine reine Frauenband aus New York. Nach kurzer Umbaupause stand dann ein mit Krawatte und Hornbrille recht seriös wirkender Herr auf der Bühne: Andy Fairweather Low & The Lowriders - und stellte wieder mal unter Beweis, dass man ein Buch nie nach seinem Cover beurteilen sollte - die Herren rockten los als wären sie Mitte zwanzig und nicht an de Schwelle zu ihren Siebzigern.
Danach betrat Walter Trout das Parkett, einer der angesehensten Bluesgitarristen samt Band. Mit von der Partie war sein kaum weniger virtuoser Junior, der ganz wie der Herr Papa über die Saiten wirbelte. Vom handwerklichen Können dieser Kombo, gepaart mit jeder Menge Seele, können sich viele Jungstars mehr als eine Scheibe abschneiden. Den krönenden Abschluss bildete schließlich die Blues Company feat. The Fabulous BC Horns & the Soul Sistaz – und sorgte damit für etwas Verwirrung, da sie laut Programmheft eigentlich vor Walter Trout spielen sollten.
Bemerkenswert ist übrigens die Spieldauer der Bands: Jeder der vier Live-Acts durfte volle 90 Minuten auf Parkett legen. Inklusive kurzer Umbaupausen kam das Publikum so in den Genuss voller sechs Stunden Weltklasse-Blues.

Auch wenn die Besetzungsliste für das nächste Jahr noch nicht bekannt - es dürfte wieder hochmusikalisch und spannend werden. Karten können übrigens ab sofort über B&W reserviert werden.

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