Kalotte retten mit dem Staubsauger
Zu Ihrem Lautsprecher-Extra in STEREO 11/2007: Es gibt noch eine andere Möglichkeit, eingedrückte Kalotten zu retten. Ich hab es mit dem Staubsaugerschlauch probiert, und es funktionierte prima. Dazu Staubsau- gerrohr entfernen, den Staubsauger vorsichtshalber erst mal auf geringste Saugkraft stellen und den Staubsaugerschlauch langsam von der Seite über die eingebeulte Kalotte stülpen und – Plopp – im Idealfall ist die Kalotte wieder völlig intakt.
Thomas Hähnel
"Arbeitsgerät der Redaktion"
Zu unseren Arbeitsgeräten zählen zunächst einmal unsere Top-Referenzen – siehe Testspiegel –, mit denen wir jeden Verstärker oder auch Lautsprecher beurteilen. Abseits davon haben wir noch intern so genannte „Klassenreferenzen“, die also in unterschiedlichen Preisklassen als Arbeits- und Bezugsgeräte dienen und preislich sinnvolle Ergänzungen für die jeweiligen Komponenten bilden. Dieser Status ist nicht allein von der Klangqualität abhängig, sondern auch von der Bereitschaft des Herstellers, das Gerät über die Dauer des Tests hinaus der Redaktion zur Verfügung zu stellen.
DVD als Longplayer
In den 1980er Jahren hatte ich komplette Rockpalast- Nächte auf meinem ASC-Tonbandgerät mitgeschnitten. Später dann, als Übergangslösung vor Alterung, habe ich diese Bänder auf DAT kopiert, was wegen der langen DAT-Spieldauer eins zu eins ohne Unterbrechung gelingt. Die später marktreife aufnehmbare CD hatte dagegen nicht genügend Aufnahmekapazität an einem Stück zu bieten. Die Konzerte sind in der Regel 90 bis 120 Minuten lang und sollen nicht zerstückelt werden. Insofern lagen meine Hoffnungen auf der DVD, die ja bekanntlich bis zu 120 Minuten Musik speichern kann. Leider kenne ich aber kein Gerät, welches audiophilen Ansprüchen genügt und obendrein digitale Kopien zulässt. Haben Sie als Redaktion in diesem Zusammenhang vielleicht eine Idee für eine akzeptable, endgültige Lösung? Zu beachten ist auch, dass ein mögliches Gerät sowohl die Bitraten der Normal- als auch der Longplay-Variante verarbeiten können muss (variabler Abtastratenwandler).
Ralf Köppinger
Es gibt mehrere Möglichkeiten, lange Spielzeiten auf optischen Discs unterzubringen. Sie führen aber fast alle über den PC:
- Sie können die Aufnahmen im MP3-Format auf Daten-CD brennen. Wenn Sie eine großzügige Datenrate wählen, etwa 320 kbit/s, dürfte die Klangqualität zumindest nicht schlechter sein als bei DAT im Longplay-Mode. In diesem Format haben rund fünf Stunden auf einer CD Platz. Allerdings können Sie diese Discs nur auf neueren CD- oder DVD-Playern abspielen, die das MP3-Format unterstützen.
- Zweite Möglichkeit: DVD-Audio. Sie fasst im Format 16 Bit/44,1 kHz/stereo rund acht Stunden Musik am Stück, läuft allerdings nur auf DVD-Audio-tauglichen Playern.
- Drittens: DVD-Video ohne Bild. Programme wie Nero bieten verschiedene Möglichkeiten, die komplette Kapazität der DVD-Video für den Ton zu nutzen, also auch wieder rund acht Stunden bei CD-Auflösung. Diese Scheiben laufen auf allen DVD-Playern. Normale Standalone-Video-DVD-Recorder haben dagegen keinen Modus für Audio-Only-Aufnahme.
Um vom DAT-Recorder digital auf die PC-Festplatte zu kopieren, brauchen Sie eine Soundkarte mit Digitaleingang, zum Beispiel die Delta Audiophile von M-Audio, die auch 32 kHz Takt unterstützt. Einen Test geeigneter Audio-Programme finden Sie in STEREO 12/2007.
Neue Alesis-Wandler?

- Seit 2001 weitgehend unverändert: Elektronik des Alesis ML-9600
Schön, dass Sie in STEREO 11/2007 nochmals den Alesis-Recorder ML-9600 besprochen haben. Habe zwei davon, dank des Tests in STEREO 2/ 2001, und bin sehr zufrieden. Der Preis ist seither dramatisch gefallen. Leider sind Sie diesmal nicht auf die „Innereien“ eingegangen. Wird immer noch dieselbe Platine eingebaut, oder hat man die Wandler gewechselt?
Mario Grenz
CD-R-Lebensdauer
Es gibt sicherlich einzelne Fälle, in denen CD-Rs oder DVD-Rs schon nach einigen Jahren gar nicht mehr abspielbar sind. Sie können die Chance auf eine lange Lebensdauer erhöhen, indem Sie Markenrohlinge verwenden, sie nicht unnötig dem Sonnenlicht aussetzen und sie auch sonst sehr pfleglich behandeln. Einige Hersteller geben für ihre goldbeschichteten Rohlinge eine Lebensdauer von bis zu 300 (!) Jahren an. Unabhängige Experten gehen bei einem hochwertigen Rohling von rund 100 Jahren Haltbarkeit aus.
Mit 16x brennen?
Ich benutze zurzeit das DVD- Brennprogramm „Easy Media Creator 7“ von Roxio in der Basic Edition im Zusammenspiel mit einem DVD-Brenner GSA-2166 D von LG (externes Modell). Ich kann mit diesen beiden auch CD-Rs brennen, und nun komme ich zu meinem Problem: Ich würde natürlich am aller- liebsten 4fach einlesen und anschließend 4fach brennen. Das Programm lässt aber nur minimal 16faches Lesen/Schreiben zu. Gibt es eine Möglichkeit an das 4fach-Format ranzukommen? Oder ist die 16fache Variante mittlerweile nicht mehr qualitätsmindernd (Klang/Aussetzer/Haltbarkeit)?
Andreas Micheel

- Hier liegt’s am Laufwerk: Das Popup-Menü lässt Lesen mit minimal 16x zu
Aussetzer brauchen Sie auch bei 16x im Normalfall nicht zu befürchten, aber für optimalen Klang empfehlen wir tatsächlich nach wie vor, möglichst mit Vierfach-Tempo zu lesen und zu brennen. Wenn sich das Tempo nicht drosseln lässt, dann kann das sowohl am Programm als auch am Brenner liegen. So lässt sich zum Beispiel in Roxios WinOnCD 10 (Test in STEREO 12/2007) zwar die Brenngeschwindigkeit, nicht aber das Lesetempo einstellen. Und der externe LG-Brenner, den wir in STEREO 11/2006 getestet haben, konnte nicht langsamer als 12x lesen, aber immerhin mit 4x schreiben. Im Zweifelsfall sollten Sie sich einen zweiten Brenner leisten, zum Beispiel den PlexWriter Premium II von Plextor.
Bewertung geändert?
Ich habe mit Begeisterung den Test des Röhrenverstärkers Lua 4545C in STEREO 9/2006 gelesen. Dort heißt es: „Über 80 Klangpunkte bekommt man derzeit unter 2000 Euro nirgendwo anders“. Im Testspiegel einer älteren Ausgabe lese ich aber, dass ein Lua 4040C für 1700 Euro in STEREO 3/2000 sogar 82 Klangpunkte erhielt. Ist der Alte nun besser als der Neue?
Peter Meineck
Unser Bewertungsmaßstab ändert sich, wenn ein neues Gerät den bisherigen Spitzenreiter in seiner Kategorie schlägt. Dann rückt der neue Testkönig auf den 100-Prozent-Platz und alle anderen Geräte dieses Genres werden entsprechend abgewertet. Deshalb hätte der Lua- Verstärker aus dem Jahr 2000 heute weniger als 80 Klangpunkte.
Themenübersicht
Die Themen im Überblick
- DAB oder DAB+?
- Klang-Niveau bei CD-Rohlingen?
- Kommt "Technics" wieder?
- Internetradio
- DAT mit 32kHz/12Bit kopieren
- On-The-Fly kopieren?
- Stromversorgung erneuern
- Lesegeschwindigkeit bei iTunes
- Schaden Kerzen?
- Brummen, Rauschen, Pfeiffen
- Wann kam die Stereo-LP
- Digi-Cinch auf -XLR
- Soundkarte kann nur 44,1 kHz
- Wo gibt's unkomprimiertes Radio?
- Mono-Tonabnehmer
- Restek-Tuner auch fürs Kabel?
- Radiomitschnitte tauschen
- Testprocedere bei Audio-Software
- Kodak-CD-R im Online-Shop
- Revox-Service
- Kalotte retten mit dem Staubsauger
- Die Arbeitsgeräte der Redaktion
- Sicken schmieren
- Die DVD als "Longplayer"
- Neue Alesis-Wandler?
- CD-R-Lebensdauer
- Kratzender Poti
- Player-Ausgangsspannung drosseln
- Was passiert beim Normalisieren
- Wandler für den Rechner
- Platten abstauben
- Kontaktspray gegen Aussetzer
- Netzstecker-Reihenfolge




