Poti kratzt
Bei meinem 6 1/2 Jahre alten CD-Recorder Marantz DR17 verursacht der Aussteuerungssteller Kratzgeräusche (im Lautsprecher). Da ich beim Kopieren meiner eigenen CDs die Lautstärke der Aufnahme auch während des Kopiervorgangs anpasse, ist dann jedes Mal die CD-R zerstört. Bei einem Servicebetrieb war der CD-Recorder zehn Wochen in Reparatur; danach trat der Fehler noch viel häufiger und heftiger auf. Argument: Die Firma Marantz liefert keine Ersatz-Potentiometer mehr. Muss ich mich damit abfinden? Immerhin handelt es sich um ein Premium-Modell und nicht um eine Billigkiste.
Alfred Gaitzsch
Das Problem lässt sich mit Sicherheit lösen. Selbst wenn Marantz das Original-Ersatzteil nicht mehr auf Lager haben sollte – Potentiometer sind Standard-Bauteile, die Sie bei jedem gut sortierten Elektronik-Händler bekommen. Wenden Sie sich an eine seriöse Werkstatt oder kontaktieren Sie den Marantz-Service unter Telefon 02157/12080.
Player-Ausgangsspannung drosseln?
Seit vielen Jahren lese ich sehr aufmerksam STEREO und habe es als kompetentestes Blatt am Markt kennen gelernt. Dadurch konnte ich mir schon so manche Frage beantworten. Die folgende jedoch ist noch offen: Seit zirka anderthalb Jahren besitze ich den Shanling CDa 10t, den besten CD-Player, den ich bisher hatte. Da am variablen Ausgang (einen festen gibt es nicht) laut Hersteller 2,5 Volt anliegen, kann ich meine Vorstufe (Rotel RC 1090 an Bryston 4 BST) maximal im Bereich „9-Uhr-Stellung“ betreiben. Um die gleiche Lautstärke mit meinem Universalspieler Yamaha DVD S 2300 zu erreichen, muss ich den Lautstärkeregler fast auf 10-Uhr-Stellung bringen. Jetzt die Frage: Ist es besser, der Vorstufe die Maximalspannung vom CD-Player zu liefern oder soll ich die Ausgangsspannung drosseln, um die Vorstufe in einem anderen Bereich zu betreiben? In welchem Bereich „fühlt sie sich am wohlsten“? Durchlaufen die Informationen durch die Drosselung in der Ausgangsstufe des CD-Players zusätzliche, möglicherweise klangschädigende Schaltkreise?
Ralph Möller
Die meisten digitalen Quellen liefern bei Vollaussteuerung ziemlich genau 2 Volt. Ihr Player ist demnach um rund 2 dB „lauter“ – also kein dramatischer Unterschied. Wenn Sie ihn ausgleichen wollen, können Sie das mit einiger Sicherheit am Ausgangspegelsteller des Players tun, ohne klangliche Einbußen befürchten zu müssen. Im Zweifel ist es allerdings besser, den Ausgangspegel der Quelle auf Maximum zu lassen und die gewünschte Lautstärke am Verstärker zu regulieren. Es sei denn, Sie bewegen sich so nah am Linksanschlag des Lautstärkestellers, dass er sich nicht mehr feinfühlig positionieren lässt oder die Kanalabweichungen merklich zunehmen.
Was passiert beim Normalisieren?
Ich stelle mir gerne aus meiner CD-Sammlung selbst CDs zusammen und verwende hierfür das Brennprogramm Nero 6. Im Programm Nero Express kann ich die Lautstärke der Tracks durch eine Option normalisieren. Meine Frage ist nun: Was passiert genau bei dieser Normalisierungsoption? Werden die leisen Tracks an den lautesten Track angeglichen oder werden die lautesten an den leisesten Track normalisiert?
Anton Gläser
Beim Normalisieren wird einfach der Pegel des jeweiligen Musikstücks so angehoben, dass er an der lautesten Stelle genau die Vollaussteuerungsmarke erreicht. Sie können das erkennen, wenn Sie die normalisierten Tracks einmal in Neros Wave-Editor einlesen. Diese Art der Normalisierung führt aber nicht unbedingt zu einer als einheitlich empfundenen Lautstärke: Dynamikkomprimierte Musikstücke werden trotz Normalisierung subjektiv lauter klingen als nicht komprimierte. In einigen Audio-Programmen kann man deshalb als Option eine Normalisierung wählen, die die mittlere Lautstärke der einzelnen Songs aneinander anpasst.
Wandler für den Rechner
Wir haben unsere CD-Sammlung auf der Festplatte unseres Mac-Pro-Rechners abgelegt und spielen sie von dort aus ab. Im Moment sieht die verwendete Kette so aus: Musik-Daten codiert mit Apple Lossless, wiedergegeben mit iTunes über Firewire auf Audio-Interface Terratec Phase 24 FW, von dort über Cinch auf die HiFi-Anlage. Um den Klang zu verbessern, möchten wir das Terratec-Audio-Interface durch ein Gerät ersetzen, das bessere D/A-Wandler hat. In der engeren Auswahl sind: Aqvox USB 2 D/A Mk II, RME Fireface 400, Tascam US-122. Welches dieser Geräte würden Sie empfehlen? Oder würden Sie ein anderes Gerät vorziehen? Auch über Anregungen die Software betreffend würden wir uns freuen. Eine strippenfreie. elegante Alternative wäre es, den optisch/digitalen Ausgang (Toslink) des Rechners mit einer (noch anzuschaffenden) Options-Platine DAC 20 im Verstärker Accuphase E 308 zu verbinden. Allerdings befürchte ich, dass die Qualität des Ausgangssignals nicht allzu hoch ist.
Detlev Lask
Ohne die drei vorgeschlagenen Varianten direkt verglichen zu haben: Mit dem Aqvox haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und können ihn bestens empfehlen. Eine Alternative zur Verbindung via USB oder SPDIF wäre die LAN-Buchse Ihres Mac: Auf diese Weise können Sie größere Entfernungen in Ihrer Wohnung überbrücken, auf Wunsch auch drahtlos per WLAN, so dass der Rechner nicht immer neben der HiFi-Anlage stehen muss. Weiterer Vorteil: Es kommen immer mehr HiFi-Geräte auf den Markt, die über das standardisierte DLNA-Protokoll via Ethernet mit dem Rechner kommunizieren können. Über ein geeignetes Display können Sie dann die Musik von der HiFi-Anlage aus vom Rechner abrufen. Ein Beispiel aus diesem Genre ist der „Transporter“ von Slim Devices (Test in STEREO 3/2007). Was die Software angeht, haben Sie mit iTunes sicher eine gute Wahl getroffen, wie unser Test in dieser Ausgabe zeigt – auch wenn wir die reinen Wiedergabeeigenschaften der Player-Programme diesmal noch nicht getestet haben.
Platten abstauben
Als langjähriger Leser Ihrer Zeitschrift möchte ich dem Analog-Freundeskreis einen Tipp geben: Vor dem Abspielen sollte man mit dem Swiffer Staubmagnet von Procter & Gamble (Preis zirka vier Euro für das Set) die Schallplatte „abstauben“. Das ist eine Sekundensache und bedeutet, dass sich anschließend wirklich kein Staub mehr auf der Platte befindet. Die Wirkung ist natürlich nur bei gereinigten (gewaschenen) Schallplatten absolut perfekt, während der tiefliegende Rillenschmutz einer unbehandelten Platte damit natürlich nicht beseitigt werden kann. Aber auch hier ist der Oberflächenstaub nach der Behandlung verschwunden!
Wolfgang Niehoff
Kontaktspray gegen Aussetzer
Zur Leserfrage „CD-Aussetzer“ von Johann Kutter in STEREO 10/2007: Dieses Problem kam mir doch gleich bekannt vor. Zuerst bemerkte ich die Tonaussetzer bei meinem DVD-Spieler – obwohl das Bild einwandfrei weiterlief, was eigentlich gegen Abtastfehler als Ursache spricht –, dann auch beim MD-Recorder und beim Tuner!! Spätestens jetzt war mir klar, dass verschmutze Linsen (oder Discs) nicht der Grund für die Tonaussetzer sein konnten. Schuld an dem Problem war bei mir schlicht der Eingangswahlschalter an meinem Yamaha-Vollverstärker, der offenbar immer wieder zwischendurch mal den Kontakt nicht „halten“ konnte. Etwas Kontaktspray hat in meinem Fall super geholfen.
Markus Fischer
Netzstecker-Reihenfolge
Ich finde es toll, dass Sie sich so intensiv und dauerhaft mit dem Thema Stromversorgung beschäftigen. Vor allem bei Netzleisten habe ich Riesenunterschiede festgestellt. Allerdings muss ich bei meinen (NAD-) Geräten in einer Sun-Leiste den Endverstärker ganz vorne einstecken, dann den Vorverstärker, dann den CD-Spieler, sonst klingt’s dünn und verwaschen. Normalerweise wird einem die umgekehrte Reihenfolge geraten, also die großen Stromverbraucher nach hinten... Klingt bei mir einfach nicht.
Michael Heine
Themenübersicht
Die Themen im Überblick
- DAB oder DAB+?
- Klang-Niveau bei CD-Rohlingen?
- Kommt "Technics" wieder?
- Internetradio
- DAT mit 32kHz/12Bit kopieren
- On-The-Fly kopieren?
- Stromversorgung erneuern
- Lesegeschwindigkeit bei iTunes
- Schaden Kerzen?
- Brummen, Rauschen, Pfeiffen
- Wann kam die Stereo-LP
- Digi-Cinch auf -XLR
- Soundkarte kann nur 44,1 kHz
- Wo gibt's unkomprimiertes Radio?
- Mono-Tonabnehmer
- Restek-Tuner auch fürs Kabel?
- Radiomitschnitte tauschen
- Testprocedere bei Audio-Software
- Kodak-CD-R im Online-Shop
- Revox-Service
- Kalotte retten mit dem Staubsauger
- Die Arbeitsgeräte der Redaktion
- Sicken schmieren
- Die DVD als "Longplayer"
- Neue Alesis-Wandler?
- CD-R-Lebensdauer
- Kratzender Poti
- Player-Ausgangsspannung drosseln
- Was passiert beim Normalisieren
- Wandler für den Rechner
- Platten abstauben
- Kontaktspray gegen Aussetzer
- Netzstecker-Reihenfolge





